Aufsteiger gegen Meister - Towers bieten Paroli

Vor gut gefüllten Rängen in der Stangelmayer Arena kämpften sich die Gastgeber mehrfach zurück und hielten die Begegnung bis in die Schlussphase spannend. Am Ende stand, trotz starker Gegenwehr, eine 82:94-Niederlage.

Passend zu Halloween waren viele Fans maskiert in die Halle gekommen. Das Motto: Das beste Kostüm gewinnt! Den Sieg beim Kostümwettbewerb sicherte sich ein junger Basketballfan. Auf dem Spielfeld mussten sich die Towers hingegen einer besonders anspruchsvollen Aufgabe stellen: Der Meister war zu Gast – und verlangte Kufstein in einem schnellen, kräfteraubenden Spiel alles ab.

Früh im Rückstand – die Towers bleiben dran

Kapfenberg fand besser in die Partie und erspielte sich im ersten Viertel eine 25:15-Führung. Die Towers hielten dagegen, mussten aber immer wieder erfolgreiche Angriffe der Gäste hinnehmen.

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts erhöhten die Bulls den Druck. Beim 16:32 drohte Kufstein früh den Anschluss zu verlieren. Doch die Mannschaft antwortete mit einer beherzten Aufholjagd und verkürzte auf 29:36.

Wichtige Impulse brachte dabei José Placer-Diaz (#1). Nach seiner Verletzungspause war er wieder dabei und prägte mit seinen entschlossenen Aktionen zum Korb mehrere Phasen der Begegnung. Die Towers gewannen das zweite Viertel mit 22:20 und gingen beim Stand von 37:45 in die Kabine. Der Meister lag vorne, hatte die Gastgeber aber keineswegs abgeschüttelt.

Kufstein kommt näher – Kapfenberg antwortet

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie intensiv. Die Towers suchten ihre Chancen und rückten durch einen Korbleger von Placer-Diaz auf 50:55 heran. Nur noch fünf Punkte Rückstand: Kufstein machte es dem Favoriten alles andere als leicht.

Doch Kapfenberg fand erneut Antworten. Die Gäste nutzten zweite Wurfchancen und setzten sich wieder ab. Alejandro Redondo (#75) verkürzte kurz vor der Viertelpause mit einem Dreier auf 57:66, ehe die Bulls ebenfalls aus der Distanz trafen. So ging der dritte Abschnitt mit 24:20 an Kapfenberg; vor den letzten zehn Minuten stand es 57:69.

Schwieriger Start ins Schlussviertel, starke Gegenwehr bis zuletzt

Die ersten Minuten des letzten Viertels erwiesen sich erneut als kritische Phase. Kapfenberg traf innerhalb von 46 Sekunden zwei Dreier und erhöhte auf 75:57. Wenig später lagen die Gäste sogar mit 78:59 vorne. Wie bereits gegen Wels gerieten die Towers unmittelbar nach der Viertelpause stark unter Druck.

Doch Kufstein gab sich nicht geschlagen. Placer-Diaz suchte weiter den Weg zum Korb, Duje Putnik (#11) punktete unter dem Korb und von der Dreierlinie. Die Gastgeber arbeiteten sich wieder heran. Als Felix Angerbauer (#4) 1:18 Minuten vor Schluss einen Dreier zum 81:88 versenkte, betrug der Rückstand nur noch sieben Punkte.

Für die Wende reichte es nicht mehr. Kapfenberg brachte den Vorsprung ins Ziel und gewann mit 94:82. Das letzte Viertel gestalteten die Towers mit 25:25 ausgeglichen – trotz des schwierigen Starts ein Zeichen ihrer ungebrochenen Gegenwehr.

Kampfgeist als Stärke, Konstanz als nächste Aufgabe

Ein gewonnenes zweites Viertel, ein ausgeglichener Schlussabschnitt und mehrere Aufholjagden: Die Towers zeigten, dass sie auch dem Meister unangenehm werden können. Besonders die Rückkehr von Placer-Diaz gab dem Angriff zusätzliche Möglichkeiten.

Gleichzeitig kostete das wiederholte Aufholen viel Kraft. Die Herausforderung bleibt, gegnerische Läufe früher zu stoppen und nach den Viertelpausen konzentrierter anzuschließen. Gegen Kapfenberg war zu sehen, wie schnell wenige Angriffe den Abstand vergrößern können – und wie viel Einsatz anschließend nötig ist, um wieder heranzukommen.

Die Towers ließen sich an diesem Halloween-Abend jedenfalls nicht abschrecken: Sie kämpften bis zum Schluss und verlangten dem Meister einen intensiven Arbeitstag ab.

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Jose Placer-Diaz feierte mit 29 Punkten ein starkes Comeback nach mehrwöchiger Verletzungspause

SPIEL STATISTIK

Für das nächste Match am 7.11. um 18:00 treten die Towers die Reise nach Eisenstadt zu den COLDAMARIS Eisenstadt Dragonz an.

Nächstes Heimspiel findet am Freitag den 13.11. wieder in der Stangelmayer Arena gegen die Raiffeisen Swans Gmunden statt.

Der österreichische Basketballverband bietet einen kostenpflichtigen Livestream an:

LIVESTREAM (jetzt auch via App verfügbar)

 

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Fotocredits: @alex_burgschwaiger